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Stiftung Institut für Werkstofftechnik

Amtliche Materialprüfungsanstalt (MPA) Bremen

Analytische Baustoffmikroskopie

Abteilungsleiter: Dr.-Ing. Herbert Juling

MPA Bremen


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Mineralogie der Asbeste
Asbeste sind natürlich vorkommende ketten- und schichtsilikatische Formvarietäten von bestimmten Mineralien. Diese Mineralien werden nach mineralogischen und geochemischen Merkmalen in zwei Hauptgruppen unterteilt, aus denen die eingesetzten Asbeste entstanden sind:

Serpentinasbeste:
Von den unter diesem Begriff zusammengefaßten Mineralien hat nur der Weißasbest (Chrysotil) eine technische und wirtschaftliche Bedeutung gehabt. Sein Anteil an der Weltasbestverwendung betrug bis zu 94%.


Amphibolasbeste:
Hierunter werden fünf Varianten zusammengefaßt, von den nur der Blauasbest (Krokydolith) mit ca. 4 % und der Amosit mit ca 2% Anteil eine technische und wirtschaftliche Bedeutung hatte.


Kennzeichnend für alle Asbeste ist die Zerfaserbarkeit und Spaltbarkeit in der Längsachse zu feinsten Fasern (Monofibrillen), die eingeatmet werden können. Diese Fasern werden auch als "kritische Fasern" bezeichnet. Im Arbeitsschutz und meßtechnisch werden lange (Länge L > 5 µm) und dünne (Durchmesser D < 3 µm) Fasern erfaßt und ausgewertet.



Auf Grund ihrer chemischen Zusammensetzung besitzen alle Asbestfasern eine hohe chemische Beständigkeit, so daß eingeatmete Fasern nicht oder nur sehr langsam im menschlichen Körper abgebaut werden. Deshalb wirkt Asbestfeinstaub langfristig krankheitsverusachend.
Letzte Änderung 31.03.2004 [ IWT | Werkstofftechnik | Fertigungstechnik | Verfahrenstechnik ]