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Denkmalpflegeforschung
Die Zielrichtung der Denkmalpflege-Forschungsaktivitäten umfasst die Anwendung von mikroskopischen Abbildungs- und Analysemethoden zur Untersuchung von Schädigungseinflüssen auf denkmalpflegerisch relevante Bauobjekte. Dazu gehören Bauten aus Natursteinen, Ziegelbauten, Fachwerkbauten und historische Wandmalereien.
Im Rahmen des BMBF-Forschungsschwerpunktes "Forschung für den Denkmalschutz" (1986-1998) wurden Labormobile als komplette rasterelektronenmikroskopische Labore auf Rädern entwickelt und eingesetzt. Leider stehen diese "Fahrenden Fachhochschulen" heute nicht mehr zur Verfügung.
Im Rahmen dieses Forschungsprogramms wurde jedoch umfangreiche vor-Ort Untersuchungen bundesweit an Denkmalbauten durchgeführt. Die in dieser Zeit erarbeiteten Erfahrungen und Ergebnisse werden nach Auslauf des Forschungsprogramms für die Bearbeitung von Aufträgen, Gutachten und Empfehlungen von privaten und öffentlichen Trägern genutzt. Eine Zusammenstellung der meisten bisher untersuchten Denkmäler ist der Liste der Objekte und der Denkmalkarte zu entnehmen.
Zusätzlich hatte die MPA Bremen die Aufgabe übernommen auf dem Schwerpunktgebiet "Wandmalereischäden" an einigen Denkmalobjekten die Koordination der Forschungsarbeiten vorzunehmen. Mit diesen Erfahrungen ist die MPA heute in der Lage, wissenschaftliche Untersuchungaufgaben zu übernehmen und zu koordinieren.
Nach Beendigung des BMBF-Forschungsprogramms ist die MPA auch weiterhin in Forschungsprojekten andererFörderer national und international engagiert. Herauszuheben ist dabei die Beteiligung an dem "Europäischen Netzwerk zur Förderung und Entwicklung von Diagnosetechniken und Methoden zur Untersuchung, Erforschung und Konservierung von Malereien".
Insbesondere war die MPA Bremen eingebunden in eine deutsch-chinesische Forschungskooperation "Untersuchungen zur Erhaltung chinesischer Polychromien der Qin- und Han-Zeit mittels elektronenmikroskopischer, videoholografischer sowie ausgewählter biologischer und chemischer Methoden", wobei die Untersucgungen vornehmlich an der Terracotta Armee in Lintong (China) vorgenommen wurden.
Neben diesen sehr praxisbezogenen Projekten werden aber auch Grundlagen erforscht, wie z.B. im Rahmen eines DFG-Projektes "Verhalten von Salzen im Porenraum".
Ansprechpartner: Dr. Herbert Juling, Tel. 0421/53708-50
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