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Stiftung Institut für Werkstofftechnik

Amtliche Materialprüfungsanstalt (MPA) Bremen

Analytische Baustoffmikroskopie

Abteilungsleiter: Dr.-Ing. Herbert Juling

MPA Bremen


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MPA Bremen erforscht Baudenkmale in Usbekistan

Gefördert vom Auswärtigen Amt der Bundesrepublik Deutschland, dem Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) und der Gerda Henkel Stiftung fand vom 03. bis 21.09.2007 die erste usbekisch-deutsche Sommerakademie Baudenkmalpflege statt. Anliegen der vielfältigen Veranstaltungen waren die Förderung des Kulturdialogs und die Entwicklung von Kooperationen in Lehre, Forschung und Denkmalpflege über das Kennen lernen der Studierenden, Lehrenden, Wissenschaftler und Denkmalpfleger beider Länder. In der ersten Woche fanden Vortragsveranstaltungen an den Hochschulen für Architektur und Bauwesen in Taschkent (TASI) und Samarkand (SamGASI) statt, in denen usbekische und deutsche Denkmalpfleger und Wissenschaftler unterschiedlicher Fachrichtungen Einblicke in ihre Arbeiten zum Kulturgüterschutz gaben. Die zweite und dritte Woche standen im Zeichen praktischer Übungen zur Baudenkmalpflege, die in usbekisch-deutschen Arbeitsgruppen aus Studenten der FH Potsdam, FB Restaurierung und der usbekischen Architekturhochschulen unter der Anleitung von Dozenten der FH Potsdam am Mausoleum Ischrat-Khane in Samarkand durchgeführt wurden.

Die MPA Bremen stellte im Rahmen der Vortragsveranstaltungen in Samarkand die Ergebnisse materialkundlicher Untersuchungen an den historischen Baustoffen bedeutender zentralasiatischer Baudenkmale vor. Am Mausoleum Schadi-Mulk aka in Samarkand und an der Medrese Abdulasis-Khan in Buchara wurden die Ziegel, Mörtel und schwerpunktmäßig die Glasuren untersucht. Dabei konnten wesentliche Erkenntnisse zu den historischen Baustofftechnologien, zu Zusammenhängen zwischen Rohstoffen, Gefügen und Eigenschaften erarbeitet werden. Für die historischen Glasuren, bei denen zwischen einfarbigen Mosaiksteinen und mehrfarbigen Majolikaplatten unterschieden werden muss, ließen sich Glasurtypen und Farbgebung über mikroskopische Untersuchungen (PolMi, REM/EDX) qualitativ und quantitativ ermitteln sowie Schlussfolgerungen hinsichtlich der historischen Herstellungstechnik ableiten.


Zentralkuppel der Medrese Bibi-Chanim in Samarkand (nach Restaurierung)
Usbekische und deutsche Teilnehmer der Sommerakademie an der Hochschule für Architektur und Bauwesen in Taschkent. Typische Schäden an einem Mosaikfries (Medrese Schir-dor in Samarkand)

 

Letzte Änderung 09.10.2007 [ IWT | Werkstofftechnik | Fertigungstechnik | Verfahrenstechnik ]