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Forschungsprojekt

Modellhafte Beseitigung von Umweltschäden auf der Burg Stargard

gefördert durch die Deutsche Bundestiftung Umwelt (DBU), abgeschlossen: 1998, Ansprechpartner: Dipl.-Krist. Frank Schlütter

   Castle Burg Stargard: Pattern for conservation treatment of environmental damages on medieval rendering.
On some walls of the castle Burg Stargard located in the county Mecklenburg-Vorpommern medieval rendering concerning scratches and coloured ornaments have been found. Partially the state of its preservation is very bad. The restorers are confronted with the detachment of mortar scales from the brick masonry as the major form of damage. Additionally large amounts of deterioration on isolated bricks lead to damages of the rendering. Aim of the project is the conservation of the renderings. The task of MPA Bremen is to investigate bricks and mortars. In laboratory work the physico-mechanical properties of the building materials are determined and microscopic analysis are carried out.

  Die Burg Stargard in Mecklenburg zeigt in Teilbereichen wertvolle mittelalterliche Putze mit Wappendarstellungen, Ritzungen und Farbfassungen. Diese kunstgeschichtlich bedeutsamen Befunde sind in ihrem Erhalt stark bedroht. Verluste und Schäden treten vor allem durch Ablösung der Putze vom Ziegelmauerwerk und zusätzlich durch das starke Rückwittern einzelner Ziegel (hinter dem Putz) auf.
Ziel des Projektes ist die modellhafte Sicherung der erhaltenen Putze, hierbei ist die MPA Bremen mit den materialkundlichen Untersuchungen und einer naturwissenschaftlichen Begleitung der Konservierungen beauftragt.
Zunächst wurde die Breite ausgewählter physikalisch-technischer Kennwerte des mittelalterlichen Ziegelmaterials bestimmt. Die Putze verschiedener Bau- und Reparaturphasen wurden chemisch-mineralogisch und physikalisch-technisch bewertet. Wichtiger Teil der Zustandserfassung waren auch mikroskopische Untersuchungen (PolMi, REM/EDX), insbesondere zu den auftretenden Schadensformen.
Eine endgültige Bewertung der Schadensursachen und -prozesse ist zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch nicht möglich, die Ursachenforschung ist noch nicht abgeschlossen. Am Bauwerk werden die Arbeiten durch das Anlegen von Testflächen und deren restauratorische und naturwissenschaftliche Auswertung weitergeführt.

Abschlussbericht: [PDF] (14,4MB)

Letzte Änderung 04.07.2003 [ IWT | Werkstofftechnik | Fertigungstechnik | Verfahrenstechnik]