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Forschungsprojekt

Untersuchungen zur Terrakottaverwitterung an einem historischen Triumphportal

abgeschlossen: 1997,
Ansprechpartner: Dipl.-Krist. Frank Schlütter

  Investigation on alteration process of terracotta

  Untersucht wurden Salzausblühungen, Oberflächenfarbigkeiten und die Gefüge verschiedener Terrakotte-Proben. Bei den Salzen handelt es sich fast ausschließlich um Alkali-Sulfate (Na-Sulfat, Na, K-Sulfat), untergeordnet auch Nitrat.
Die unterschiedlichen Oberflächenfarbigkeiten werden nicht durch Engoben oder Anstriche hervorgerufen, sondern durch unterschiedliche Gehalte im Hämatitgehalt in einer 10-100 µm schmalen Zone unmittelbar unter der Oberfläche. Zusätzlich ist da Ca-Gehalt in diesen Zonen leicht erhöht. Ein Zusammenhang mit der Plattenherstellung ist wahrscheinlich.
Die untersuchten Proben unterschiedlicher Bauteile lassen sich zwei Gefügetypen zuordnen, die sich im Gehalt einer bestimmten Quarzkornfraktion (> 0,1 mm) und im Gehalt an Schwindrissen unterscheiden. Ist die Originaloberfläche noch erhalten, ist die Ausbildung eines feinen Rißsystems in der Außenzone typisch. Charakteristisch für Proben nach Oberflächenverlust sind starke Gefügezerstörungen (Rißhäufigkeit, Schuppenbildung) sowie ein erhöhter Salzgehalt. Im oberflächennahen Porenraum liegt fast ausschließlich Syngenit vor.

Letzte Änderung 24.09.2001 [ IWT | Werkstofftechnik | Fertigungstechnik | Verfahrenstechnik]