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Forschungsprojekt
Recycling von Bauschutt und Straßenaufbruch
- Versuch einer Problemanalyse für das Land Bremen
abgeschlossen: 1998,
Ansprechpartner: Dipl.-Chem. Jens-Jürgen Lau
Recycling of building
rubble from dismanteling and demolition of buildings and road construction
Intention of this thesis was to detect the deficiencies in the recycling
of building rubble and to point out ways of optimisation. The general situation
of the recycling of building rubble was analysed for Germany and the county
Bremen.
Durch Bau- und
Abbruchvorhaben (einschließlich Straßenbau) entstehen jedes
Jahr 285 Mio. Mg Baureststoffe. Bauschutt und Straßenaufbruch sind
als Sekundärrohstoffe, wenn nicht vermeidbar, wieder in den Stoffkreislauf
einzubringen. Ziel dieser Diplomarbeit war es vorhanden Defizite bei der
Kreislaufführung von Bauschutt und Straßenaufbruch im Land Bremen
aufzudecken und Optimierungsmöglichkeiten aufzuzeigen. Es wurde die
allgemeine Situation der Verwertung von Bauschutt und Straßenaufbruch
in Deutschland und im Land Bremen untersucht. Grundlage dafür bildeten
die abfallrechtlichen Bestimmungen, die teilweise ab dem kommenden Jahr
in Kraft treten. Je nach Einsatzbereich für die aufbereiteten Abfälle
sind unterschiedliche Qualitätsmerkmale zu erfüllen, die sich
aus umweltrelevanten und bautechnischen Vorschriften ergeben und durch
entsprechende Anlagentechnik und Kontrollmaßnahmen erreicht werden.
Die potentiellen Abfallmengen wurden ermittelt, um das grundsätzliche
Substitutionspotential der Sekundärbaustoffe festzustellen. Die bisher
durchgeführten amtlichen Erhebungen erfaßten nur einen Teil
der entstandenen Bauschutt und Abbruchabfälle, was dazu führte,
daß die offiziellen Zahlen in Deutschland und in Bremen wesentlich
von den Angaben der Fachliteratur abweichen. Durch die Einführung
des Europäischen Abfallkatalogs wird es im kommenden Jahr zu Umstellungsproblemen
in Behörden und bei Unternehmen kommen. Da in Bremen keine bautechnischen
und umweltrelevanten Regelungen zum Einbau von RC-Baustoffen bestehen,
findet offiziell kein Einbau statt, was eine Kreislaufführung behindert.
Einheitliche Regeln und Vorgehensweisen zumindest in den Norddeutschen
Bundesländern, würden das Recycling von Bauschutt und Straßenaufbruch
fördern. Abschließend wurden Konzepte für eine Optimierung
der Kreislaufführung von Bauschutt und Straßenaufbruch im Land
Bremen, wie Gesprächsrunden, Einführung von Richtlinien vorgeschlagen.
Bei der Arbeit handelt es sich um eine von Mai bis Dezember 1998 erarbeitete
Diplomarbeit der Hochschule Bremen (Internationaler Studiengang Umwelttechnik)
die im Auftrag der Forschungsvereinigung Recycling und Wertstoffverwertung
im Bauwesen e. V. erstellt wurde, in Kooperation mit der Amtlichen Materialprüfungsanstalt
Bremen.
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