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IWT - Stiftung Institut für
Werkstofftechnik
der Freien Hansestadt Bremen |
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Bewahrung wertvoller Kulturgüter aus Raseneisenstein vor negativen Umwelteinflüssen
gefördert durch die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU),
abgeschlossen: 2000
An Bauwerken auftretende Schäden können folglich nicht durch Steinaustausch behoben werden, so dass einer in situ Konservierung entscheidende Bedeutung zukommt. Ziel des Projektes ist die Klärung der Ursachen unterschiedlicher Erhaltungszustände und die Erarbeitung geeigneter Konservierungsverfahren sowie deren Erprobung und Kontrolle am Bauwerk. An Testflächen der Dorfkirche Lindena kamen verschiedene Festigungsmittel zum Einsatz, wobei praktisch keine konsolidierende Wirkung erzielt werden konnte. Die licht- und rasterelektronenmikroskopischen Untersuchungen an den betreffenden Steinquadern haben gezeigt, dass die Festigungsmittel (Kieselsäureester bzw. Paraloid) keine kraftschlüssigen Verbindungen in den Risssystemen geschaffen haben. Es ist davon auszugehen, dass fast die gesamte eingebrachte Menge in den Rissen versickert ist. Die Rissweiten liegen in einer Größenordnung zwischen 10 und 50 µm und sind damit theoretisch eine lösbare Konservierungsaufgabe. Im Ergebnis der mikroskopischen Untersuchungen zeigt sich jedoch, dass der Einfluß der sehr dichten ferritischen Matrix auf die Aufnahme und Verteilung der Festigungsmittel wahrscheinlich sehr groß ist. Durch den fehlenden Kappilarzug in den Rissen und in der Matrix wird die Flüssigkeit nicht ausreichend lange in den zu konsolidierenden Steinbereichen gehalten. Das Festigungsmittel Paraloid hat außerdem zur Entstehung weiß-grauer Schleier auf den behandelten Raseneisensteinen geführt. Ursache hierfür sind fadenförmige Ablagerungen des Festigers an der Oberfläche verantwortlich. Außerdem tritt durch dieses kleberartige Verhalten eine Verstopfung von Poren und Rissen auf, wodurch ein Eindringen ins Innere zusätzlich behindert wird.
Gegenüber den unbefriedigenden Resultaten an den Objekttestflächen wurden mit
den gleichen Substanzen an Laborprüfkörpern zufriedenstellende Festigungen erreicht.
Zur Klärung dieses unterschiedlichen Verhaltens sind noch mikroskopische
Untersuchungen notwendig. Im Anschluss daran ist eine weitere Applikation an den
Testflächen vorgesehen.
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| Letzte Änderung 04.07.2003 | [ IWT | Werkstofftechnik | Fertigungstechnik | Verfahrenstechnik] | ||||||