Asbest

Asbeste sind natürlich vorkommende silikatische faserförmige Mineralien. Sie besitzen hervorragende technische Eigenschaften: unbrennbar, hitzebeständig, hohe chemische Beständigkeit, hohe Zugfestigkeit.

Im letzten Jahrhundert wurden sie von Mitte der 60er bis Ende der 70er Jahre sehr vielfältig eingesetzt. Mehr als 3500 Produkte wurden weltweit mit Asbest hergestellt. Die Verwendungen in Deutschland lagen überwiegend im Bereich Brandschutz, Hochtemperaturdämmung, Brems- und Kupplungsbeläge, Schutzkleidung und Dichtungen. Daneben wurden ca. 900 Millionen m² Asbestzementprodukte hergestellt. Zu über 90 % wurde der zu den Serpentinasbesten gehörende Weißasbest (Chrysotil) verwendet, die restlichen Prozente verteilen sich auf die zu den Amphibolasbesten gehörenden Mineralien Blauasbest (Krokoydolith), Braunasbest (Tremolit) und Amosit.
(weitere Informationen über die Mineralogie der Asbeste)

Durch immer weiter reichende Verbote von Ende der 70er bis Anfang der 90er Jahre gilt heute in Deutschland seit dem 1.1.1995 ein vollständiges Herstellungs-, Verkaufs-, Verwendungs- und Expositionsverbot. Dieses Verbot ist nur für die sogenannten ASI-Arbeiten (Abbruch, Sanierung, Instandhaltung) aufgehoben.

Asbestfasern sind beim Menschen eindeutig krebserzeugend, wobei die Zeit zwischen dem krankmachendem Ereignis (Einatmen der Asbestfasern) und dem Krankheitseintritt (Asbestose, Rippenfell- und Lungenkrebs) zwischen 15 und 60 Jahren liegt. Die Toxizität von Asbest beruht primär auf der typischen Eigenschaft des Minerals Asbest, sich in der Längsachse sehr leicht in immer feinere Fasern zu zerfasern und aufzuspalten. So entstehen sog. kritische Fasern. Diese Fasern haben einen Durchmesser kleiner als 3 µm und eine Länge zwischen 5 µm und 100 µm und können somit bis in die Lungenbläschen vordringen. Bedingt durch die relativ lange Biobeständigkeit in der Lunge können diese Fasern dann zu den bekannten Erkrankungen führen.

 

Analytik

Bestimmung von Asbest in Materialproben  -  REM /EDX Verfahren

Auswertung von Innenraumluftmessungen nach VDI 3492  -  (zur Bestandsaufnahme, Freigabemessungen nach Sanierung)

Auswertung von Arbeitsplatzmessungen nach BGI 505-46

Faseranalyse in abgelagerten Staubdepots  -  Faser Analyse Kit