Forschungsprojekt

Ursachen mikrobieller Kontamination der Abschreckmedien

Ursachen mikrobieller Kontamination der Abschreckmedien


Einfluss von Mikroorganismen auf Polymer-Abschreckmedien (EMPAM)

Ansprechpartner: Dr. Jan Küver

Forschungsvereinigung: Arbeitsgemeinschaft Wärmebehandlung und Werkstofftechnik e.V. - (AWT)

In diesem Forschungsvorhaben wurden auf Polyalkylenglykol basierte polymere Abschreckmedien auf ihre Belastung durch Mikroorganismen untersucht. Die Abschreckmedien zeigten in der Regel eine Belastung in der Größenordnung von 105 bis 107 koloniebildenden Einheiten (KBE) pro ml Abschreckmedium. Es bestand ein unmittelbarer Zusammenhang zwischen Einsatzzeit und Belastung der Proben.

Unter Verwendung von Standardmedien und neu entwickelten Medien mit Polyethylenglykol (PEG) als Modellsubstrat oder dem Abschreckmedium selber wurden Reinkulturen isoliert und die KBE erfasst. Begleitend dazu wurde direkt über molekularbiologische Methoden die Artenzusammensetzung der kontaminierten Proben untersucht. Insgesamt zeigte sich eine von Bakterien dominierte, enorm hohe Artenvielfalt in den unterschiedlichen Proben. Von den nachgewiesenen Bakterien und Pilze konnte eine Abschätzung hinsichtlich ihrer Risikostufe gemacht werden. Leitorganismen als typische Besiedler von Polymerabschreckmedien konnten nicht identifiziert werden.

Obwohl einige Bakterien isoliert wurden, die auf PEG wachsen können, stellen die durch thermische und chemische Reaktionen gebildeten niedermolekularen Zersetzungsprodukte die Hauptnahrungsquelle der Mikroorganismen dar.

Sämtliche Proben der Abschreckmedien wurden in einem Fragebogen datentechnisch erfasst. Zusammen mit den aus den Proben gewonnen Daten über deren mikrobiellen Zusammensetzung diente diese als Grundlage für den Aufbau einer Datenbank. Diese steht den Anwendern und Herstellern auf Nachfrage zur Verfügung.

Der Abschlussbericht ist auf Anfrage erhältlich.

Das hier beschriebene Forschungsvorhaben (15572 N) wurde aus Haushaltsmitteln des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie (BMWi) über die Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen „Otto von Guericke“ e.V. (AiF) vom 01.03.2008 - 31.01.2010 gefördert. Dafür bedanken wir uns ganz herzlich!