Forschungsprojekt

Reispflanze

Reispflanze

Reispflanze


Untersuchungen von Pilzen in Reisböden – Anwendung neuer molekularbiologischer Methoden

Ansprechpartner: Dr. Jan Küver

Projektleiter: Prof. Dr. Rolf Tippkötter, Institut für Bodenkunde, Universität Bremen (IBB)

Kooperationspartner: Prof. Genxing Pan und Prof. Feng Hu, Agricultural University Nanjing, College of Resources and Environmental Sciences, Nanjing China

Im Rahmen dieses Projektes werden moderne molekularbiologische Methoden der Denaturierenden Gradienten-Gel-Elektrophorese (DGGE) und der Fluoreszenz-in-situ-Hybridisierung (FISH) mit bodenkundlichen Methoden kombiniert, um die Besiedlung von Reisfeld-Böden durch Pilzgemeinschaften zu untersuchen. Reisfeld-Böden werden als Modellsystem herangezogen, da bisher kaum etwas über das Verhalten ihrer Pilzflora während Austrocknungsphasen und Zeiten des Brachliegens nach der Ernte bekannt ist.

Es wird die Fragestellung bearbeitet, in welcher Weise die Entwicklung der Pilz-Bodenflora mit der Verfügbarkeit von organischem Material, insbesondere in der Form von Reisstroh, verknüpft ist. Lokale und globale Bedenken zur Erhaltung oder Wiederherstellung einer vertretbaren Luftqualität haben in der Volksrepublik China zu einer Verrringerung bis hin zu einem Verbot des Verbrennens von Reisstroh geführt. Die Suche nach Alternativen für eine Verwertung von Resistroh haben daher drastisch an Bedeutung gewonnen.

Ein langfristiges Ziel, welches hinter diesem Vorhaben steht, ist das Herausarbeiten optimierter Methoden zur Verwertung von Reisstroh, basierend auf einem besseren Verständnis der Wechselwirkungen von Bakterien und Pilzen während der organischen Zersetzung von Reisstroh im Boden. Dies könnte zu Wegen führen, die helfen, die Methanemissionen aus Reisfeld-Böden zu verringern, während zudem ein wertvoller Beitrag zu einer nachhaltigen Landwirtschaft in Südostasien geleistet werden könnte.

Das Projekt wird durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) von 2006 bis 2010 gefördert.