Kontrolle der mikrobiellen Kontamination von technischen Anlagen durch nachhaltig-biozide Beschichtungen kritischer Oberflächenbereiche

Biofilm auf einer Stahloberfläche

Bakterieller Biofilm


KOMIK

Ansprechpartner: Dr. Andreas Rabenstein

Der Schwerpunkt der Arbeiten im Forschungsprojekt „KomiK“ lag darauf, Oberflächen in den Bereichen,    die    für    eine    mechanische    Reinigung    schwer    zugänglich    sind    (z.B. Tankwandungen), vor mikrobiellem Bewuchs, insbesondere vor der Bildung von Biofilmen, zu schützen.   Von  solchen   „versteckten“   Quellen   kann   es   zu   einer   fortlaufenden (Re-)Kontamination des gesamten Systems kommen, was z.B. eine Verkürzung der Standzeiten des wassergemischten Kühlschmierstoffs (KSS) nach sich ziehen kann.  
Im  Rahmen  des  Forschungsprojektes  „KomiK“  ist  es  gelungen,  durch interdisziplinäre Zusammenarbeit  des  Fraunhofer  IFAM  Bremen  und  des  IWT  Bremen,  antimikrobiell wirksame Beschichtungen für Maschinen-, Filteranlagen- und Tankwände zu entwickeln, die Kühlschmierstoff nutzende Systeme, wie z.B. Werkzeugmaschinen, vor einem versteckten Befall durch Mikroorganismen schützen können. Diese biozide Wirkung konnte durch Tests
in einem realen Produktionsprozess nachgewiesen werden.
Es wurden zum einen solche Beschichtungen hergestellt, die durch direktes Ansintern mit Silber oder Silber-Kupfer-Mischungen auf Metalloberflächen (Baustahl, nichtrostender Stahl) antimikrobiell  wirkten,  als  auch  antimikrobielle  Lacksysteme,  die  den  Vorteil  haben,  auch nachträglich in einer Maschine aufgebracht werden zu können.

Das hier beschriebene Forschungsvorhaben (14082 N/1) wurde aus Haushaltsmitteln des Bundesministeriums für Wirtschaft und Arbeit (BMWA) über die Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen „Otto von Guericke“ e.V. (AiF) von 2004-2006 gefördert.

Abschlussbericht 2006: [PDF] (10,2MB)