Entwicklung eines Managementsystems zur Optimierung des Arbeits-, Gesundheits- und Umweltschutzes beim Einsatz von Kühlschmierstoffen

Keimzahlentwicklung in einer Kühlschmierstoff-Emulsion nach Zugabe eines mikrobiell abbaubaren Additivs

Wachstumsförderung durch ein Additiv


KÜhlschmierstoff-SIcherheitsmanagement (KÜSI)

Ansprechpartner: Dr. Jan Küver

Projektpartner: Johann A. Krause Maschinenfabrik, ACMOS-Chemie, Polo Filter-Technik, Schülke & Mayer, Arbeiter-Bildungs-Zentrum Bremen

Die Erfüllung der hohen Qualitätsanforderungen in der spanenden Fertigung setzen auch eine gleichbleibende Qualität der eingesetzten Kühlschmierstoffe voraus. Gerade die wassermischbaren Kühlschmierstoffe sind während ihrer Anwendung chemischen und mikrobiologischen Einflüssen ausgesetzt. Diese wirken sich auf die Eigenschaften und damit auf ihre Einsetzbarkeit negativ aus. Der damit oft verbundene erhöhte Einsatz von Bioziden birgt Risiken für die Umwelt und nicht zuletzt auch für die Gesundheit der in der spanenden Fertigung tätigen Beschäftigten.

Dieses Forschungsvorhaben hatte zum Ziel, Zusammenhänge zwischen Fertigungstechnik, Arbeitsschutz und mikrobieller Belastung beim Einsatz von Kühlschmierstoffen zu erarbeiten. Die Aufgabe der Abteilung Mikrobiologie an der MPA Bremen war es, einfache Verfahren und Methoden zu testen und neu zu erarbeiten um eine schnelle Bewertung der mikrobiellen Belastung zu ermöglichen.

Verschiedene Kühlschmierstoffe wurden projektbegleitend an zwei Werkzeugmaschinen, die als Demonstrator dienten, überwacht. Die Anwendbarkeit verschiedener Messverfahren wurde praxisnah überprüft. Auftretende Kontaminationen wurden charakterisiert. So konnte festgestellt werden, dass durch Zugabe eines Korrosionsinhibitors anstatt einem verbessertem Rostschutz ein unerwünschter Anstieg der Bakterienkeimzahlen erfolgte (siehe Grafik). In weiterführenden Untersuchungen konnte die Ursache eindeutig auf den Korrosionsinhibitor als Nahrungsquelle für Bakterien zurückgeführt werden.

Die gewonnenen Daten flossen im Rahmen eines Qualitäts- und Gesundheitszirkels in die Entwicklung von Präventionsmaßnahmen ein.

 

Das hier beschriebene Forschungsvorhaben wurde durch den Senator für Arbeit und Soziales von 1999 – 2001 gefördert.