Untersuchungen zur Erhaltung chinesischer Polychromien der Quin- und Han-Zeit mittels elektronenmikroskopischer, videoholografischer, sowie ausgewählter biologischer und chemischer Methoden

Nachbildung eines Terrakotta-Kriegers

Terrakotta-Krieger


Teilprojekt: Mikrobiologische Untersuchungen zur Erhaltung chinesischer Polychromien der Quin- und Han-Zeit

Ansprechpartner: Dr. Jan Küverrudolphmpa-bremen.de

Die Terrakotta-Krieger von Lintong sind archäologische Funde, die eine Fassung (Bemalung) aus natürlichen organischen Polymeren tragen. Diese Farbschichten sind empfindlich gegenüber Änderungen des Feuchtegehaltes und beginnen sich bei Austrocknung sofort von der Oberfläche abzurollen. Um dem entgegen zu wirken werden die Objekte direkt nach der Ausgrabung bis zur Festigung der Farbschichten dauerbefeuchtet. In Folge dessen kam es zu einem massiven Schimmelpilzbefall auf den Ausgrabungsobjekten.

Im Rahmen des Projektes wurden folgende Fragestellungen bearbeitet:

  • Nachweis und Identifizierung des mikrobiellen Befalls insbesondere in Hinblick auf gesundheitliche Gefahren, aber auch bezüglich biokorrosiver Aspekte (Mangan-Oxidation, Säureausscheidung
  • Untersuchungen zu befallskontrollierenden Maßnahmen über die Regelung von Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Luftbewegung
  • Überprüfung und Auswahl geeigneter Biozide durch Anlegen von Musterflächen
  • Untersuchungen zur biologischen Abbaubarkeit von verschiedenen Festigungsmitteln die zur Konservierung der Farbschichten eingesetzt werden

Das hier beschriebene Forschungsvorhaben wurde durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMFT) von 1998 bis 2000 gefördert.