Laufende Forschungsprojekte

 

InfoSys - Informationssystems für werkstoffwissenschaftliche Forschungsdaten

InfoSys - Informationssystems für werkstoffwissenschaftliche Forschungsdaten

Ziel des Projekts ist es, das bisher weitestgehend dezentral und heterogen organisierte Datenmanagement im Bereich der Werkstoff-wissenschaften in eine leistungsfähige, zentral organisierte Dateninfrastruktur zu überführen, um dadurch werkstoffwissenschaftliche Forschungsdaten langfristig und nachhaltig der Forschergemeinde zur Verfügung zu stellen. Aus dem Projekt soll ein systematisches Vorgehen zum Umgang mit Forschungsdaten abgeleitet werden. Darauf auf-bauend wird eine auf semantischer Wissens-verarbeitung basierende softwaretechnische Lösung entwickelt. Diese soll offen gestaltet sein, Standards unterstützen und Schnittstellen zu bereits etablierten Datenbanken und Suchmaschinen bieten.

Vorgehensweise

Ein interdisziplinäres Team aus den Bereichen Werkstoffwissenschaften (IWT, FIBRE), Informatik (TZI) und Anforderungs- und Wissensmanagement (BIK/BIBA) analysiert die bestehenden Abläufe, Strukturen und Datenklassen und entwickelt daraus eine IT-basierte webbasierte Datenmanagementplatt-form. Eine erste Pilotanwendung „SciDaEm“ wurde mit der Abteilung Strukturmechanik des IWT entwickelt und befindet sich zur Zeit in der Evaluations- und Testphase.

Ausblick

In den Jahren 2016-2018 soll im Folgeprojekt „AimData“ die Skalierbarkeit des im InfoSys Projekt entstandenen Systems „SciDaEm“ in den folgenden Dimensionen erweitert werden:

§neue, komplexe Werkstofftypen (Verbundwerkstoffe) § neue Testmethoden, u.a. für CFK §Integration von Bewertungen der Datenqualität in das §Entwicklung von Server-Strukturen zur Integration weiterer Forschungsstellen

 

Elektronisches Zustandsüberwachungssystem zur vorbeugenden Wartung von Trailern (TraZu)

Der Straßengüterverkehr nimmt, bei einer Beförderungsmenge von knapp 4 Millionen Tonnen mit einem Anteil von rund 75%, eine führende Stellung ein und führt zu erheblichen Fahrleistungen von Lastkraftwagen. Im realen Betrieb weisen die Fahrzeuge stark unterschiedliche Belastungsprofile auf. In einigen Fällen wird der Wartungszeitpunkt dabei zu spät gewählt, und es können gravierende sicherheitskritische Mängel am Trailerfahrwerk auftreten. Gebrochene bzw. gerissene Komponenten verursachen so höhere Stillstands- und Wartungskosten als es bei einer vorbeugenden Wartung der Fall wäre.

Zielsetzung des Projektes

Das Ziel dieses Vorhabens ist die Entwicklung eines Systems zur Zustandsüberwachung von Trailern, um sicherheitsrelevante Komponenten des Fahrwerks permanent zu überwachen.

Bei auffälligen Veränderungen des Fahrzeugzustands führt dieses, nach einer Analyse anhand definierter Kriterien, eine Schadensklassifikation durch und gibt Rückschluss darauf, ob die gemessene Veränderung einer Untersuchung in einer Servicewerkstatt bedarf. Tragende, sicherheitsrelevante Komponenten des Trailerfahrwerks können anhand der Klassifikation der Zustandsüberwachung bei Bedarf vorbeugend instandgesetzt werden, was zu einer Reduktion der Wartungskosten und zur Erhöhung der Verkehrs-sicherheit im Nutzfahrzeugtransport beiträgt.

Im Vorhaben sind dabei drei wesentliche technische Herausforderungen zu beherrschen. Hierzu zählen neben der Auswertung von Signalverläufen bei übermäßiger Beanspruchung auch die generelle Konzeption der Sensoreinheit zur Aufnahme von Körperschallsignalen und die Vernetzung der Trailer-zustandsüberwachung zur Instandhaltungsplanung mit Anbindung an Servicewerkstätten und die Integration dieser Komponenten zu einer vollständigen Systemlösung

www.trazu.uni-bremen.de/