Eignung von recycliertem Kalksandstein-Mauerwerk für Tragschichten ohne Bindemittel im Straßenbau

Durch sekundären Ettringit geschädigter Beton

gefördert durch die AiF (Arbeitsgemenischaft industrieller Forschung) 2008-2009

Ziel des Vorhabens ist die Bewertung der Eignung von RC-Baustoffen mit höheren Anteilen an Kalksandstein für Tragschichten ohne Bindemittel. Dabei soll die Wirkung der aufbereiteten rezyklierten Gesteinskörnung Kalksandstein unterschiedlicher Qualitäten sowie mit Anteilen an Mörtel und Putz in RC-Baustoffgemischen insbesondere im Hinblick auf die Frostempfindlichkeit, Kornfestigkeit, Tragfähigkeit sowie Wasserdurchlässigkeit untersucht werden. In der ersten Phase des Projektes bestand die Aufgabe der MPA Bremen in der mikroskopischen Charakterisierung der Ausgangsmaterialien (Abb. DD). Die zunächst vorgesehene Beschränkung auf Kalksandstein wurde aufgegeben und die Palette der zu prüfenden Recycling-Baustoffe um Putze und Mörtel sowie Beton erweitert. Aus Stückproben in der Form, wie sie auf den Recycling-Höfen angeliefert werden, sowie aus daraus in Brechern gewonnenen Kornfraktionen wurden Dünnschliffpräparate hergestellt und im Polarisationsmikroskop untersucht. An den Kalksandsteinen und den Putz- bzw. Mörtelproben waren keine signifikanten Unterschiede zwischen den Stückproben und den Brechsanden feststellbar. Eine Zunahme von Rissen durch den Brechvorgang hat nicht. stattgefunden. An den Betonproben wurde festgestellt, dass eine starke sekundäre Ettringitbildung vorliegt (Bild CC). Aufgrund des Nachweises dieser Vorschädigung wurde entschieden, dass diese Materialgruppe gegen einen im Labor herzustellenden Beton ersetzt wird. Im weiteren Verlauf des Projektes werden nun Frostprüfungen an den einzelnen Fraktionen durchgeführt. Anschließend werden die auf diese Weise beanspruchten Proben hinsichtlich Rissbildung mikroskopisch untersucht.