Forschungsprojekt

Einsatz von Hochfrequenz-Ultraschall zur Keimreduktion in wassergemischten Kühlschmierstoffen

 

Wassergemischte Kühlschmierstoffe (KSS) sind ein wesentlicher Bestandteil in gewerblichen und industriellen Fertigungs­prozessen. Neben den Werkzeugen und Prozessgrößen haben sie einen direkten Einfluss auf den Fertigungsprozess und ein qualitativ hochwertiges Bearbeitungsergebnis. In ihrem Anwendungszustand bestehen KSS zu 90% - 97% aus Wasser sowie einer Mischung aus Öl und verschiedenen Additiven. Aufgrund ihres hohen Wassergehalts und der Chemie ihrer Inhaltsstoffe bieten sie Mikroorganismen sehr gute Lebensbedingungen.

Die mikrobielle Belastung führt zu einem vorzeitigen technischen Versagen der KSS. Dies bedingt einen Austausch der Flüssigkeit und eine Reinigung der kontaminierten Werkzeugmaschine. Neben dem Verbrauch der Ressourcen stellen die damit verbundenen Stillstandzeiten der Maschinen für den Anwender einen wesentlichen Kostenfaktor dar.

In dem beantragten Vorhaben soll durch die Behandlung der KSS mit hochfrequentem Ultraschall die mikrobielle Zellzahl in KSS deutlich reduziert werden um so die o.a. negativen Eigenschaften zu vermeiden. Ausgehend von Laboruntersuchungen erfolgt ein Up-Scaling bis zur Testphase in einem Fertigungsbetrieb. Eine Verlängerung der KSS-Standzeiten bedeutet somit neben der Ressourcenschonung einen Produktivitätsvorteil.

Das Projekt (FV213, Teilprojekt FV213B) wurde durch das Land Bremen aus dem Förderprogramm Angewandte Umweltforschung (AUF) und aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung EFRE 2007-2013 von Februar 2012 bis Mai 2013 gefördert.

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