Ausbessern und Dämmen historischer Ziegelfassaden am Beispiel des Terrakottaschmucks am Schweriner Schloss

gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (1996-1998)

Gegenstand dieses Vorhabens waren die Terrakotta-Reliefplatten mit Porträtdarstellungen im Außenbereich des Schlosses (NW-Giebel über dem Kirchtor). Die spezifischen Verwitterungsvorgänge (Porenverschluss an den Oberflächen, Frostsprengung, Gipskristallisation) haben zu teilweise starken Zerstörungen und zu einem Konturenverlust des Porträts geführt.

Durch mikroskopische Untersuchungen wurde an Kleinstproben (0,5 mm3) die Bandbreite der Schadensbilder erfasst und zu einer Theorie ihrer Entstehung beigetragen. Weiterhin stellen sie eine unverzichtbare Interpretationshilfe für die Ergebnisse zerstörungsfreier bzw. zerstörungsarmer Messmethoden dar. Die durchgeführten konservatorischen Maßnahmen wurden mikroskopisch begleitet und in ihren Auswirkungen beurteilt. Hierzu zählen Salzminderungen durch Kompressenbehandlung, Schlämmen sowie der Einsatz von Festigungsmitteln.