Schadensanalyse und Therapieversuche an Ziegel- und Terrakotta-Bauwerkspartien

gefördert durch das BMBF, abgeschlossen: 1998

Nach dem Motto "Erhalten durch Nutzen" wurden an mehreren Pilotobjekten mit stark geschädigten Ziegelmauern, Schmuck-Terrakotten oder Ziegelausfachungen systematische Untersuchungen durchgeführt werden, wie sich ein Umbau von Räumen zu Wohnzwecken und insbesondere für kleingewerbliche Nutzung auf die Zerfallmechanismen auswirkt. Je nach Art der künftigen Nutzung führt das zu jeweils anderen typischen Raumklimaten. Diese werden in Modell-Räumen simuliert, die Auswirkungen insbesondere der Temperatur- und Feuchtewechselspiele auf die historischen Innen- und Außenwandpartien erfasst und Modelle zur Vorhersage der Auswirkungen von Instandsetzungs- und Dämmaßnahmen erarbeitet.

In den hier beschriebenen Vorhaben wurden Materialzustände untersucht und experimentell studiert, wie sich unter kontrollierten Umfeldeinwirkungen verschiedene Eingriffe, z.B. raumseitige Pufferputze u. Wärmedämmungen, bewähren. Stofftechnologische und applikationstechnische Probleme wurden teils am Objekt, teils im Labor studiert.

Anschließend wurden äußere Muster-Wandpartien restauriert und ihre Zustände vor- und nachher untersucht.

Die MPA Bremen führte die mikroskopischen Analysen in diesem Themenfeld durch. Dabei kam wegen der großen Problematik leicht löslicher Schadsalze die Cryo-Präparation und die Cryo-Rasterelektronenmikroskopie zum Einsatz.

Außerdem wurden systematische Untersuchungen insbesondere von Ziegelrohmassen, Wandanstrichen, Mörteln und Putzen in die Untersuchungen mit einbezogen.