Modellhafte Beseitigung von Umweltschäden auf der Burg Stargard

Baustoffkundliche Zustandsuntersuchungen der Ziegel und Putze am O-Giebel des Alten Oberen Tores an der Burg Stargard

gefördert durch die Deutsche Bundestiftung Umwelt (DBU), abgeschlossen: 1998

Die Burg Stargard in Mecklenburg-Vorpommern zeigt in Teilbereichen wertvolle mittelalterliche Putze mit Wappendarstellungen, Ritzungen und Farbfassungen. Diese kunstgeschichtlich bedeutsamen Befunde sind in ihrem Erhalt stark bedroht. Verluste und Schäden treten vor allem durch Ablösung der Putze vom Ziegelmauerwerk und zusätzlich durch das starke Rückwittern einzelner Ziegel (hinter dem Putz) auf.

Ziel des Projektes war die modellhafte Sicherung der erhaltenen Putze. Hierbei war die MPA Bremen mit den materialkundlichen Untersuchungen und einer naturwissenschaftlichen Begleitung der Konservierungen beauftragt.
Zunächst wurde die Breite ausgewählter physikalisch-technischer Kennwerte des mittelalterlichen Ziegelmaterials bestimmt. Die Putze verschiedener Bau- und Reparaturphasen wurden chemisch-mineralogisch und physikalisch-technisch bewertet. Wichtiger Teil der Zustandserfassung waren auch mikroskopische Untersuchungen (PolMi, REM/EDX), insbesondere zu den auftretenden Schadensformen.

Eine endgültige Bewertung der Schadensursachen und -prozesse war letztendlich nicht möglich, die Ursachenforschung ist noch nicht abgeschlossen. Am Bauwerk wurden die Arbeiten durch das Anlegen von Testflächen und deren restauratorische und naturwissenschaftliche Auswertung weitergeführt.

Abschlussbericht: [PDF] (14,4 MB)